Lampenfieber, Prüfungsangst, Arsch auf Grundeis, die Flatter kriegen … es gibt viele begriffe für die absolute Panik im Moment, in dem es drauf ankommt. Wenn auch du darunter leidest, bist du jetzt und hier richtig gelandet. Denn es gibt ganz einfache Methoden, um damit besser klar zu kommen.
Nein, nein, nein, du sollst keinen Joint rauchen, nicht zum Alkoholiker werden und saufen, bis dir eh alles egal ist und auch keine chemischen Beruhigungsmittel nennen. Wer ein bisschen was über den menschlichen Organismus und über das Gehirn weiß, der hat das gar nicht nötig! Wie bei (leider) allem im Leben: Ein bisschen Übung brauchst du schon.
Regel Nummer Eins: Am Tag vor der Prüfung oder dem Auftritt solltest du nicht mehr üben und dich unbedingt mit etwas anderem beschäftigen. Entspanne dich; mache etwas, das dir gut tut!
Regel Nummer Zwei: Freunde dich mit dem Gedanken an, dass ein bisschen Muffensausen ganz normal und sogar gut ist! Unser Gehirn sorgt dafür, dass wir in emotionalen Situationen eine Vollproduktion von Dopamin (Glücks- aber auch Angst-Hormon) starten. Das sorgt für eine gesteigerte Aufmerksamkeit und bessere Konzentration. Zu viel davon blockiert das System unserer Hirnzellen. Haben wir also Angst vor dieser Angst, steigt der negative Stress-Pegel. Die Folge ist oft das Black-out.
Regel Nummer Drei: Mach dich locker! Wer verkrampft sitzt oder steht, unterbindet nicht nur den reibungslosen Blutkreislauf, er atmet auch nicht mehr richtig. Somit entsteht eine leichte Unterversorgung von wichtigem Sauerstoff im Gehirn. Bestes Mittel zur Entspannung: Mit leicht gespreizten Beinen fest auf dem Boden stehen, mit Armen und Oberkörper kreisen, tief und gleichmäßig atmen.
Hinweis: Es ist ein Irrglaube, das Rauchen und Traubenzuckerplättchen beruhigen oder die Leistung fördern. Das Ziehen an der Zigarette ist eine Scheinberuhigung; wir tun einfach etwas. In Wirklichkeit lähmt das Nikotin kurzzeitig unsere Muskelkraft und senkt die Temperaturempfindlichkeit. Im Prinzip eine Leistungsbremse! Traubenzucker sorgt für einen schnellen Anstieg des Zuckerspiegels, was zu einer höheren Verbrennungsaktivität im Körper führt. Dieser Pegel fällt allerdings innerhalb von
Minuten radikal wieder ab. Die Folge: Wir sind danach unkonzentrierter als vor der Einnahme!